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Geschichtliches über das Liebefeld

Im Dreieck zwischen dem Gurten im Südosten, dem Könizbergwald im Westen und den Resten einer Randmoräne des Aaregletschers im Nordosten (Knüslihubel, Steinhölzliwald, Monrepos/Weissenstein) liegt das Liebefeld. Über die Herkunft der Ortsbezeichnung sind sich die Namensforscher nicht einig: Die einen führen sie auf den alemannischen Namen Liubo zurück und meinen, das Feld habe einem Mann namens Liubo gehört, so wie Liebewil oberhalb Thörishaus der Weiler eines Liubo gewesen sein mag.

Die anderen sehen in „Liebefeld“ das mittelhochdeutsche Wort «liep», was soviel wie angenehm, erfreulich, liebenswert bedeutet; das Feld in der Ebene zwischen Stienhölzliwald und dem Dorf Köniz, entlang dem Sulgenbach wäre demnach als eine liebenswerte, liebliche Gegend empfunden worden wie z. B. auch die Hohliebe im benachbarten Spiegel.
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3097 Liebefeld

Der Name des ehemaligen Bauerngutes Liebefeld, das in der Nähe der Strassenkreuzung Schwarzenburgstrasse / Waldeggstrasse gelegen hat, wurde erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, mit der langsamen Überbauung, auf die ganze Ebene und den heutigen Postkreis «3097 Liebefeld» übertragen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die weite Ebene nur mit einigen Bauernhöfen bebaut: Das Landgut «Liebefeld», die Haasmatt (später Hessgut), der Bündenacher (heute integriert in die landwirtschaftliche Forschungsanstalt), auf der Seite des Könizbergwaldes das Schüpbachgut, der Huebacher (dort steht heute die Thomaskirche), sowie das Neuhausgut (am Neuhausweg in der Gartenstadt) und auf der anderen Seite der Ebene das Steinhölzli und der Wabersacker.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts gab es einen geringen Zuwachs an Bauten. Im «Geographischen Lexikon der Schweiz» von 1905 wird das Liebefeld noch als ein «schön gelegenes Dorf» auf 564 m Höhe über Meer, mit 17 Häusern und 205 Einwohnern beschrieben. Neben den Bauerngehöften gab es bereits die 1899 gegründete eidgenössische landwirtschaftliche Versuchsanstalt, eine Lack- und Farbenfabrik und eine Bierbrauerei, sowie im Steinhölzli ein Asyl für verwahrloste Kinder.
Das Liebefeld wandelte sich von einer ländlichen Gegend zu einer Vorstadtsiedlung von Bern.. Die Bauerngüter verschwanden, an ihrer Stelle entstanden Wohn- und Industriebauten, der Sulgenbach wurde zugedeckt. Ein dichtes Strassennetz entstand, und bereits ab 1907 dampfte die Schwarzenburgbahn durchs Liebefeld; 1920 wurde sie elektrifiziert.
Zuerst war das Liebefeld als günstiger Wirtschaftsraum von expandierenden Betrieben in der nahe gelegenen Stadt Bern entdeckt worden. Entlang der Schwarzenburgbahn entwickelte sich ein Industrieband. Einige der damals angesiedelten Firmen sind heute noch vorhanden. Zum Beispiel an der Waldeggstrasse seit 1904 Wiedemar AG (Vidmar) und seit1908 die Carba AG sowie an der Stationsstrasse seit 1909 die Böhme AG.
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Gartenstadt und Wohnblöcke

Die Verbesserung des öffentlichen Verkehrsnetzes anfangs des Jahrhunderts führte dazu, dass das Liebefeld auch als schönes Wohngebiet in Betracht kam. Das Projekt «Gartenstadt Liebefeld» wurde 1915 der Öffentlichkeit vorgestellt. 1917 entstanden die ersten Bauten am Rosen- und Nelkenweg. Es folgten dann die Wohnbauten im Zentrum, an der Liebefeldstrasse, dem Jägerweg und dem Rehweg. Die Bevölkerung wuchs entsprechend: von 1930 bis anfangs des 2. Weltkrieges von rund 1800 Einwohner auf 3500 Einwohner. Der Nachkriegbauboom verdoppelte die Einwohnerzahl in der Folge nochmals. Das Villenquartier an der Schützen- und Falkenstrasse, am Buschweg, sowie im Bereich der Thomaskirche entstand. Im Steinhölzli, an der Wabersackerstrasse, der Hessstrasse, Schwarzenburgstrasse, Stationsstrasse, Könizstrasse, sowie am Sport- und Maienweg reihten sich seit 1945 die Wohnblöcke aneinander.

Bis anfangs der Fünfzigerjahre waren auch die genossenschaftliche Einfamilienhaussiedlung an der Feldrainstrasse, dem Hangweg und dem Heimweg fertiggestellt. Auch weitere Betriebe konnten ihren Neubau im Liebefeld erstellen (z.B. entstand das Gebäude der heutigen Haag Streit AG 1940 und wurde nachher mehrmals erweitert).
Auf Initiative der Verkehrsgenossenschaft der Gartenstadt - Liebefeld wurde im Jahre 1929 die Buslinie ins Liebefeld geführt. Endstation war der Neuhausplatz, wo in der Wendeschleife, als Wartehalle, das «Fadespüeli» entstand.

Bauboom nach dem zweiten Weltkrieg

Ein Bauboom setzt nach dem zweiten Weltkrieg ein. Besonders markante Bauten entstanden im letzten Drittel des Jahrhunderts, z.B. die 1967 eingeweihte Thomaskirche am Neuhausplatz, aber auch die für das Quartier atypischen Hochhäuser und anderen mächtigen Bauten, die das Liebefeld nicht durchwegs verschönern. In den 1990-er Jahren wurden die Gebäude der BEBK und des Bundesamtes für Gesundheit errichtet.
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Dienstleistung und Wohnen nach der Jahrtausendwende

Zurzeit erleben wir einen neuen Bauboom mit der Überbauung Dreispitz, dem Liebefeld-Park, der Neugestaltung des Vidmarareals und der Überbauung Neumatt-Weissenstein.
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Entwicklung der Einwohnerzahlen

Nach 1900 wuchs dann die Einwohnerzahl rasch an bis anfangs der 50-er Jahre. Bis anfangs 2000-er Jahre nahm die Einwohnerzahl ab. Dann erfolgte die Trendwende, die bis heute anhält (Quelle: Einwohnergemeinde Köniz).

1905:   205 Einwohner
1930: 1820 Einwohner
1941: 3518 Einwohner
1950: 7273 Einwohner
1960: 6152 Einwohner
1970: 6740 Einwohner
1980: 5527 Einwohner
1995: 4914 Einwohner
2002: 4778 Einwohner
2003: 4908 Einwohner
2008: 5410 Einwohner
2010: 5519 Einwohner
2011: 5576 Einwohner
2012: 5760 Einwohner (Stand 1.1.2012)

 

siehe auch auf Wikipedia

 

 

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